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Archiv für den 22. Juli 2007

Jul
22
Einsortiert unter (Allgemein) von traduction.allemand am 22.07.2007

Christoph - der bis zum 30. Juli 17.00 Uhr seine Arbeit über deutsch-polnische Jugendbegegnungen fertig haben muss - hat mir angeboten, den Führer durch den benachbarten Park zu spielen. Allen zum Trotz, die ihm ständig raten, an seinem Schreibtisch zu bleiben…

Und er macht das wirklich gut: von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zieht er mich auf meinem Rad hinter sich her, mich und meinen leicht lädierten Knöchel. Der Riesenberg, die größte örtliche Erhebung, versteckt sich weiterhin hinter den Wolken, aber in weiter Ferne erhebt sich das Schloss von Bad Muskau in seiner ganzen Herrlichkeit. Das ist die deutsche Seite des Muskauer Parks. Der immense Landschaftspark, der im 19. Jahrhundert im Auftrag von Fürst Hermann von Pückler erbaut wurde, erstreckt sich jedoch zu beiden Seiten der Neiße, also entlang der deutsch-polnischen Grenze (1, 2).

Gegen acht, kurz vor Schließung, überqueren wir diese. Christoph bemerkt nebenbei, dass die Öffnungszeiten nur auf deutscher Seite angeschrieben sind. Dann führt er mich weiter über die Terrassen des Parks Muzakowski, diesmal auf polnischer Seite. Man erkennt den Willen, eine Ideallandschaft zu erschaffen. Noch ein Stückchen weiter lädt eine gewaltige Steinbrücke zur Betrachtung ein. Eine Runde Verstecken wäre jetzt auch möglich… Aber mehr werde ich nicht sagen.

Auf dass jeder die seit 2004 beim UNESCO-Weltkulturerbe registrierten 560 Hektar selbst entdecke!



Jul
22
Einsortiert unter (Allgemein) von traduction.allemand am 22.07.2007

Ich könnte euch ewig von der Turmvilla erzählen! Ich bin hier eine, zwei, schließlich drei Nächte geblieben, indem ich jeden Morgen meine ‘Aufenthaltserlaubnis’ bei Anett verlängert habe. Man fühlt sich hier wohl, es fällt schwer, diesen Ort zu verlassen, das Team ist so nett..

Jeder in Bad Muskau kennt die Turmvilla. “Dort unten in der Nähe des Muskauer Parkes ist das Jugendzentrum”, sagt mir eine alte Frau auf dem Marktplatz der kleinen Grenzstadt. Das Jugendzentrum hat eine ungewöhnliche Geschichte, die 1990 kurz nach dem Fall der Mauer beginnt. Die Jugendlichen aus der Gegend trafen sich in der Orangerie des Schlosses: alles schien möglich, die Welt würde sich anders drehen! Bis man sie aufforderte, woanders hin zu gehen… Allem Anschein nach eine Tradition in der Gegend, mit Fürst Hermann von Pückler, der die Bauern vertrieb, um seinen heute so bewunderten Park zu errichten, oder Vattenfall, das Dörfer umsiedelt, um seine Kohlengruben zu vergrößern. Kurz, nach langen Verhandlungen erhielten die jungen Revolutionäre die Erlaubnis, die Turmvilla und die Villa Caroline zu besetzen, die damals leeren Wohnräume, die im 19. Jahrhundert zu den Bädern der Thermalkuren gehörten. Es wurde ein Pachtvertrag auf 99 Jahre geschlossen, der Befürworter und Gegner des Jugendzentrums miteinander aussöhnte. Alles wurde renoviert, und heute ist hier eine Pension mit familiärem Ambiente.

Aber das ist noch nicht alles: in den Büros hinter der Rezeption setzt sich eine kleine Gruppe für die deutsch-polnischen Beziehungen ein. Wer will, kann hier sich hier mit anderen Jugendlichen treffen , Multiplikatoren können sich weiterbilden usw. Natürlich alles mit Freude und in guter Stimmung!

Den Rest kann man im Goldenen Buch entdecken, das in dem Saal ausliegt, in dem mir jeden Morgen wunderbar mein Frühstück serviert wurde…



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